Am 21. Februar empfingen die Damen II der HSG Rodenstein in heimischer Halle den aktuellen Tabellenführer TV Schaafheim. Schon vor Anpfiff war klar, dass diese Partie eine große Herausforderung werden würde, da unsere Bank nur dünn besetzt war, weil wichtige B-Jugend-Spielerinnen nicht zur Verfügung standen und somit Wechseloptionen fehlten. Gerade gegen einen so eingespielten und körperlich präsenten Gegner macht sich eine geringe Kadertiefe im Laufe des Spiels deutlich bemerkbar. Die Partie begann erwartungsgemäß mit viel Druck der Gäste, die von der ersten Minute an eine gute Abwehr stellten und ihre Angriffe konsequent ausspielten. Unsere Damen hielten vor allem in der Defensive engagiert dagegen: Die Abwehr stand über weite Strecken stabil, arbeitete gut zusammen und zwang Schafheim immer wieder zu Würfen aus weniger günstigen Positionen. Dass es zur Halbzeit dennoch 5:14 stand, lag weniger an mangelndem Einsatzwillen als vielmehr an dem hohen Tempospiel der Gegner, die sich vor allem durch Tempogegenstöße viele einfache Tore sicherten. Im Angriff tat sich Rodenstein besonders schwer. Es fehlte an klaren Ideen im Spielaufbau, an der nötigen Dynamik und letztlich auch an der Konsequenz im Abschluss. Zu oft kam man nicht in aussichtsreiche Wurfpositionen oder scheiterte an der gut aufgelegten Torhüterin der Gäste. Deshalb zeigte sich auch in der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Rodenstein kämpfte aufopferungsvoll, stemmte sich gegen die drohende Niederlage und ließ sich trotz des wachsenden Rückstands nicht hängen. Besonders in der Abwehr war der Wille erkennbar, gemeinsam zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Doch mit zunehmender Spielzeit schwanden verständlicherweise die Kräfte, und die fehlenden Wechselmöglichkeiten machten sich bemerkbar. Am Ende stand ein deutliches 11:31 auf der Anzeigetafel.
Nun gilt es, die Partie aufzuarbeiten, im Angriff wieder mehr Durchschlagskraft und kreative Lösungen zu entwickeln und mit einem hoffentlich breiteren Kader in die kommenden Spiele zu gehen. Mit der gezeigten Einstellung und einer stabilen Abwehrbasis kann die HSG Rodenstein Damen II trotz dieser Niederlage zuversichtlich nach vorne blicken.
Torschützen der HSG Rodenstein:
Angelina Heipel (3)
Erika Kiesel (2)
Liz Ripper (6)